Earnest & Algernon - ein Kulturmagazin für die Wirtschaft

Ein Kulturmagazin für die Wirtschaft? Ein Kulturmagazin für die Wirtschaft! In den Jahren 2004 bis 2010 haben wir uns im Rahmen der J&P Leadership Wertstatt und auf vielerlei andere Arten gemeinsam mit Ihnen, unseren Kunden und Geschäftspartnern, unter anderem mit den Themen Macht, Lust und Mut auseinandergesetzt. Sie haben uns wiederholt gebeten, eine innovative Form zu finden, mit der Themen aus Kunst und Kultur für Entscheider in der Wirtschaft weiter adressiert werden können. Wir haben vorgedacht. Und sind fündig geworden bei Papier und Druck, bei Mirko Borsche als einem der aktuell innovativsten Gestalter von Magazinen, bei Earnest & Algernon als Namens- und Impulsgeber, bei Stephanie Senge als Künstlerin und vielen anderen, die zur ersten Ausgabe unseres neuen Magazins beigetragen haben.

Mit dem Magazin  Earnest & Algernon wollen wir einen Diskurs über die Widersprüche und Paradoxien der Postmoderne führen. Dabei interessiert uns allerdings vielmehr das Oszillieren zwischen konträren Positionen und Methoden als deren starre Opposition. Denn, wie Oscar Wilde alias Algernon konstatiert: „The truth is rarely pure and never simple. Modern life would be very tedious if it were either, and modern literature a complete impossibility.”

Das Magazin widmet sich aktuellen, übergreifenden Themen wie „Diary“, „Laugh & Cry“, „Modelle für die Zukunft“ oder „Rituale" und beleuchtet sie aus unterschiedlichen Perspektiven. Deshalb möchten wir uns auch alle Möglichkeiten des Zugangs zu unseren Themen offen halten. Den durch die Wissenschaft ebenso wie den durch die zeitgenössische Literatur und Kunst. Wir protegieren das Statement ebenso wie den Dialog, würdigen die Fakten und die Phantasie, unterstützen den Plan genauso wie das Spiel, frönen der Ernsthaftigkeit und dem Humor.

Elisabeth Jacobs-Jahrreiß und Christian Jacobs

 

 

Zeitschriftenartikel

Thoughts for the Day

 7 Atemzüge
7 Tage
7 Wochen
7 Monate
7 Jahre
= 35
= 8

Das neue Bewusstsein.
Der Mensch als glückliches Tier.

Zahlen ohne Gefühle existieren nicht.

Die Wirtschaftskrise ist vor allem eine Krise des Menschen.

Gefühle wie Angst, Neid, Misstrauen, Minderwertigkeit des noch übenden Menschen regieren die Wirtschaftswelt.

Der Tod ist in Arbeit.

Die Antwort ist die Frage aus dem Universum.

Spirit:
oder das menschliche Bewusstsein, das das Denken mit dem Fühlen und mit dem Kosmos verbindet.

Das Fühlen wird unterbewertet

Mit diesem Text möchte ich mich mit dem fühlenden Wahrnehmen beschäftigen. Dazu grenze ich „Fühlen“ ab von „Gefühl“. „Gefühl“ erscheint mir in seiner Eigenschaft schwer zu greifen – ohne konkrete Umrisse, ohne konkreten Anfang und Ende. In der Wirtschaft spricht man zumindest von „Bauchgefühl“, doch vielleicht mag auch hier noch viel mehr als die wertende Sympathie und Antipathie wirksam sein. Muss ich mich dem Fühlen bedingungslos hingeben? Im Alltag beeindruckt das „Gefühl“ und bedeutet zugleich Kontrollverlust. Das wirkt „gefährlich“ leidenschaftlich.

Vorstands Emotionen Rap

Vorstands Emotionen Rap
Unternehmen: „Simple machine“,
Produktionsfaktor Arbeit
„emotional clean“!

 Vorstand: Rationalität pur,
Motivationslage,
Unternehmensinteresse nur!

Marktverlauf: erratisch,
Zukaufstrategie,
Größe, Wahn, dramatisch!

Investoren: Zeter, Mordio,
Ergebnisentwicklung?
Gewinnwarnung, oh!!

Eine Utopie? Nein.

Mitarbeiter sind kooperativ und engagieren sich voll zum Wohle des Unternehmens. Soweit meine Erfahrung und mein festes Vertrauen. Sie fänden das zwar schön, allein der Glaube fehlt? In ihrem Unternehmen haben sie zahlreiche Beispiele, die vom Gegenteil erzählen? Dann fehlt eventuell tatsächlich der Glaube bzw. das Vertrauen: Vertrauen in das Können und Wollen der Mitarbeiter.